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Vierter CL-Finaleinzug in Folge für deutschen MeisterKiel gewinnt den Thriller von Köln![]() Der THW Kiel trifft im Finale des ersten EHF FINAL4 auf de FC Barcelona. Die Deutschen setzten sich in einem wahren Thriller gegen Titelverteidiger Ciudad Real mit 29:27 (12:15) durch, angefeuert von mehr als 18.000 Zuschauern. Für Kiel ist es der vierte CL-Finaleinzug in Serie nach 2007, 2008 und 2009. In den beiden vergangenen Jahren hatten die Deutschen die Finals gegen Ciudad Real jeweils verloren, nun gelang in Köln die Revanche in einem echten Topspiel zweier Handball-Titanen. Aron Palmarsson sorgte bei Spielerin und Fans sechs Sekunden vor dem Abpfiff mit seinem Tor zum 29:27 für absolute Glücksgefühle. Erfolgreichster Torschütze in diesem historischen Spiel waren Filip Jicha, Christian Sprenger (beide Kiel) sowie Jonas Källman (Ciudad) mit je sechs Toren. Am Sonntag trifft der Titelverteidiger nun im Spiel um Platz 3 auf Medvedi Chekhov, Kiel greift in der Neuauflage des CL-Finals von 2000 gegen Barcelona (seinerzeit hatten die Katalanen gewonnen) nach der neuen CL-Trophäe. Bis in die Schlussphase der ersten Hälfte war die Partie absolut ausgeglichen, ehe sich die Spanier zum Pausenstand von 15:12 absetzten. In einer packenden und atemberaubenden Partie wurde um jeden Zentimeter gekämpft, intensive Abwehrduelle bestimmten das Geschehen. Die 18.679 Fans – neuer Zuschauer-Rekord für ein Europapokalspiel – sahen einen tempogeladenen Kampf. Auf dem Feld standen insgesamt elf Weltmeister, darunter fünf Franzosen, die Geschichte geschrieben hatten und gleichzeitig Welt- und Europameister sowie Olympiasieger sind. Einer davon ist Kiels Torwart Thierry Omeyer, der stark begann. Aber sein Gegenüber, Ciudads Weltklasse-Torwart Arpad Sterbik, wuchs später über sich hinaus. Seine Paraden verhinderten, dass sich Kiel absetzen konnte. Auf der anderen Seite stand auch die Kieler Defensive sehr sicher. Schon nach sechs Minuten gerieten einige Spieler aneinander – ein weiterer Beweis für das heißblütige Spiel zweier Konkurrenten auf Augenhöhe. Nach dem 11:9 für Ciudad Real in 24. Minute nahm Kiel seine Auszeit, doch es half nichts – die Spanier hielten den Vorsprung, auch als sich Erik Gull kurz vor dem Ende der ersten Hälfte eine Rückenverletzung zuzog. Gleich nach der Pause startete Christian Zeitz, der den verletzten Kim Andersson ersetzte, die Kieler Aufholjagd mit seinem zweiten Tor. Omeyer steigerte sich wieder enorm – und die Halle spielte verrückt, da viele der über 18.000 Zuschauer Fans des THW Kiel waren. Aber Ciudad Real blieb eiskalt im Hexenkessel und der Höhle des Löwen. Wie in den Finals 2008 und 2009 wuchs Linksaußen Jonas Källman über sich hinaus. Seine Mannschaft setzte sich auf 19:15 nach 37 Minuten ab, aber dank einer 5:1-Serie glich Kiel in nur vier Minuten wieder aus. Die Emotionen auf dem Feld und den Tribünen waren kurz vor dem Überkochen. Beide Abwehrreihen versuchten mit allen Mitteln die Angreifer zu stoppen- es war ein unglaubliches Spiel von zwei der weltbesten Mannschaften. Zehn Minuten vor dem Ende gelang Kiel die erste Führung, nachdem Zeitz zum 24:23 getroffen hatte. Aber ausgerechnet als Kiel kurz davor stand, dass Spiel komplett zu kippen, schwächte man sich selbst durch zwei Zeitstrafen gegen Jicha und Zeitz innerhalb von wenigen Sekunden. Aber Ciudad konnte kein Kapital aus dieser Situation schlagen- im Gegenteil: Trotz zwei Spielern weniger auf dem Feld erzielte Zeitz das 25:24 für Kiel – fast die ganze Arena schrie „THW, THW“. Der Thriller von Köln nahm seinen Lauf, denn wegen eines Wechselfehlers musste ein Spieler von Ciudad vom Feld. Mit seinem sechsten Tor baute Christian Sprenger vier Minuten vor dem Ende die Kieler Führung auf 26:24 aus. Tausende Hände klatschten und Stimmen schrien, als Marcus Ahlm der Treffer zum 28:25gelang. Noch drei Minuten – und immer noch war überhaupt nichts entschieden. Fernandez und Entrerrios verkürzten erneut auf 27:28. Noch 32 Sekunden zu spielen. Omeyer wehrt einen Wurf von Davis ab – Kiel nimmt seine Auszeit. Und dann startet Palmarsson mit dem 29:27 die lange Partynacht von Köln, während die Spanier das Feld mit hängenden Köpfen verließen. Text: Björn Pazen Statistik-Download: |
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